Luft & Wasser

Luft und Wasser im Allgäu

Atemloses Staunen über unberührte Naturräume und verschwiegene Biotope hat nichts mit mangelnder Luftqualität zu tun. Diese ist nämlich nach Güteklasse 1 bewertet. Die Atemluft ist im Allgäu so rein, dass sie in weiten Teilen als Heilklima eingestuft wird.

In den heilklimatischen Kurorten Bad Hindelang, Fischen, Oberstdorf und Oberstaufen findet sie spezifisch therapeutische Wirksamkeit, mit Prädikat. Eine Klimazone höher, auf dem Oberjoch, atmen selbst Allergiker in der pollenfreien Bergluft tief durch.

Die Klarheit und Luftreinheit ist im Allgäu-Walser-Land mit dem bloßen Auge erkennbar. Kein Staubkorn trübt den Blick und die kühle Morgenluft duftet nach frisch gemähtem Gras und den angrenzenden Fichtenwäldern. Mehr als ein Drittel des oberen Allgäus ist vom Fichtenwald bedeckt, der wesentlichen Anteil an der guten und gesunden Luft beiträgt. Dafür setzen sich die Einheimischen auch konsequent ein.

Wo Wasser ist, da ist Leben
– Ein alter und bekannter Spruch, aber sagt die Wahrheit.

Der hohe Süden des Allgäus ist mit Wasser ober- und unterirdisch reich versorgt. So leuchten auch in Zeiten hoher Temperaturen und stabiler Schönwetterperioden die Wiesen und Wälder in kraftvollem Grün. Unzählige Flüsse, Seen, Gebirgsbäche sowie flächendeckender Grundwasserschutz sind ideale Vorraussetzungen, dauerhaft über das kostbare Nass zu verfügen. Wir sind dazu verpflichtet, verantwortlich damit umzugehen. Man bedenke, dass jeder von uns täglich ca. 130 Liter Trinkwasser verbraucht. Wir beziehen das Lebensmittel in höchster Reinheit aus den Tiefen der Erde, dem Grundwasser. Die Entnahmemengen und Trinkwasser-Schutzgebiete werden dementsprechend genau überwacht.

Ständige Kontrollen beweisen konstant höchste Gü


Jahreszeiten

Jahreszeiten im Allgäu

In jedem Kalender stehen die Jahreszeiten, aber im Allgäu kann man sie sehen, fühlen, mit ein bisschen Glück auch mal hören und schmecken. Unser heutiges Leben wird zwar nicht mehr von der natürlichen Einteilung der 365 Tage eines Jahres in ausgeprägte Jahreszeiten bestimmt, dennoch aber angenehm begleitet. Ob in Form der Freizeitgestaltung, der Reichhaltigkeit und Abwechslung des Speiseplanes oder in den optischen und akustischen Reizen der Natur.

Kenner behaupten, dass jede Jahreszeit ein eigenes Allgäu widergibt. Zu Recht, denn die Unterschiede sind offensichtlich:

Der Frühling spielt von Anfang an seine optischen Stärken aus. Löwenzahngelbe Wiesen und Weiden vor der Bergkulisse mit schneeweißen Gipfeln. Manchmal sogar bis spät in den Mai hinein. Unzählige Vogelstimmen untermalen den Tatendrang der Natur.

Der Sommer schillert in allen Farben. Und das auf zwei Ebenen. Anfangs in den Tallagen und etwa vier Wochen später entfalten die Bergwiesen ihre ganze Fülle und Leuchtkraft. Wahrhaft fast paradiesische Zustände, finden sich Arten darunter, die man sonst nur aus der Fachliteratur kennt. In mitten der Täler und im Land vor den Bergen glitzern jetzt die Naturseen mit angenehmen Badetemperaturen und erstklassiger Wasserqualität. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit sind die einen glasklar, die anderen geheimnisvoll dunkelBis spät in den Abend hinein wird man im Allgäu von der Sommer-Sonne verwöhnt, die Nächte bleiben angenehm kühl und sorgen für erholsamen Schlaf.

Herbstfarben kommen nur in freier Natur voll zur Geltung. Die Kombination zwischen weichem Licht und den rot-goldenen Tönen der Mischwälder zaubert eine eigene Welt. Es scheint, als würden Berge und Täler in ihrer Tiefe und Mächtigkeit noch weiter wachsen. Angenehm warme, sonnige Tage bis in den November hinein lassen ausgiebige Unternehmungen zu.

Der Winter zieht im oberen Allgäu und dem Kleinwalsertal fast lautlos ein. Die Natur zieht sich zurück und hüllt sich spätestens ab Mitte Dezember in das begehrte Weiß. Die Schneedecke schützt die Natur und dämpft die Geräusche aus der Umgebung. Egal ob sportlich, still, gemütlich oder aktiv: im Winter hat das Tagesprogramm viele Perspektiven.


Geologie

Geologie im Allgäu

Die Alpen

sind ein Decken- und Faltengebirge aus der Tertiärzeit. Die heutige Gebirgsform erhielten sie durch Flussabtragung, vor allem aber durch die abtragende Tätigkeit der Gletscher während der Eiszeiten. Dass die Allgäuer Alpen, rein erdgeschichtlich gesehen, noch recht jugendlich sind, zeigt sich An den schroffen Felswänden, den scharfen Graten und an den tiefen und steilen Tälern. Die Allgäuer Alpen, als Teil der Nordalpen bestehen vorrangig aus Kalkgestein, vorgelagert auch aus weichem Nagelfluh. Ihre höchste Erhebung ist der Krottenkopf mit 2.657 Metern. Obwohl es eine relativ niedrige Höhe ist, findet man nahe der Mädelegabel bei Oberstdorf einen Gletscherfleck, den Schwarzmilzferner.

Viele Höhlen

werden im Gebiet des Hohen Ifen, am Gottesacker-Massiv, vermutet. Höhlen und Schluchten, Klammen und Wasserfälle, alle zeugen von der Entstehung, Kraft und stetigen Veränderung der Allgäuer Alpen.

Im Rahmen eines europäischen Förderprogramms schufen die Gemeinden Oberstdorf und das Kleinwalsertal dauerhafte Ausstellungen und Erfahrungsräume zum Lebensraum Alpen.